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Feb/12
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Toleranz unter Entwicklern

Wissensaustausch in der Community

Was ist richtig, was ist falsch? Gibt es das ein richtig oder falsch? Ist es nicht viel mehr so, dass es verschiedene Ansätze gibt und sich einer davon als der optimale herauskristallisieren kann?

Doch was braucht es, damit sich eine Lösung als die bessere herauskristallisieren kann?
Mir persönlich kommen da spontan zwei Dinge in den Sinn, zum einen eine Auftragsbeschreibung zum anderen die Überlegungen aller die am Prozess beteiligt sind.

  • Man kann Dinge sehr zielgerichtet schnell schreiben und dann fluchen bei jeder Anpassung,.
  • Man kann versuchen einen Mittelweg zwischen Flexibilität und Effizienz (im Sinne der Umsetzungszeit) zu suchen.
  • Man kann sich möglichst viel offen lassen, zeit investieren in der Hoffnung (besser Erfahrung) den Code durch Wiederverwendung zu amortisieren.

Habe ich da nicht was übersprungen? Ja richtig, die Aufgabenbeschreibung.

Je nach dem wie die Aufgabenbeschreibung ist, wird der Entwickler in den vorher genannten Punkten klar in eine Richtung gelenkt, dh dessen Freiheit in der Wahl wird eingeschränkt. Es entstehen oft ziemlich zielgerichtete Lösungen, dennoch mag die eine oder andere Lösung auch dritten helfen können.

Man veröffentlicht sie, glaubt daran was gutes zu tun.

Nicht selten führt das zu langen Diskussionen, die von harmlosen Fragen wie "Wieso hast du das nicht so gelöst" bis zu Aussagen hin gehen wie "Das war ja mal wieder völlig unnötig, wieder eine Erweiterung die genau das selbe macht, wie xy...".

Mit Toleranz hat das nichts zu tun, mit Freiheit, jener Freiheit, welche die Basis einer Community ausmacht schon gar nichts.

Wir wissen es besser, ohne den Hintergrund zu kennen, ohne das Wissen desjenigen der etwas schreibt zu kennen, ohne zu kennen, ob das nur der Anfang von was grossen wird.

Doch wir nehmen nicht nur dem anderen Entwickler die Freiheit, nein auch demjenigen, welche diese Lösung gerne nutzen würde, welcher darin die Lösung eines seiner Probleme/Herausforderung sieht.

Weshalb handeln wir so?

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Kommentar von Andi | 01.02.2012

Ich denke nicht das es fehlende Toleranz ist. Es gibt einfach verschiedene Herangehensweisen. Beispielsweise bauen wir derzeit eine Extension um Artikel zu sperren - eine ähnliche gibt es bereits, aber leider ist die so schlecht programmiert, befindet sich noch im Alpha Status und der Entwickler reagiert auch nicht.

Was bleibt uns da also anderes übrig? Solange man kommuniziert, hinterfragt und sein bestmögliches für die Qualität einer Community tut, ist es meiner Meinung nach nix verwerfliches auch mal 2 Extensions für die selbe Aufgabe zu haben.

Wenn man aber eine Extension programmiert, für eine Aufgabe (aus Unwissenheit) die genauso gut auch vom Core erledigt werden kann - dann muss man sich natürlich Fragen gefallen lassen.

Ein weniger differenzierter sollte man das ganze schon sehen wie ich finde. Sofort (ver)urteilen aber nicht!!

Antwort von Dominik Zogg

... die genauso gut auch vom Core erledigt werden kann ... 

directentries (vielleicht auch easy_themes, ich kenne den aktuellen Stand nicht) würde genau unter diese Kategorie gehöhren, sie verbessern, wenn man es als Verbesserung sieht nur die Usability, man kommt schneller zu Recht, ist effizienter, aber man kann kein bisschen mehr als mit dem Core.

Der Grat ist sehr dünn zu urteilen, vorallem auch desshalb, weil keiner von uns mit Sicherheit sagen kann, was sich jemand der eine Erweiterung einsetzt davon wünscht, oder gar verspricht.

Kommentar von hofff | 02.02.2012

Hey Dominik, da gebe ich Dir absolut Recht. Das ist gar nicht so einfach mit der Toleranz! ;-) Viele Grüße in die Schweiz.

Antwort von Dominik Zogg

Hey Nick, vielen Dank, Grüsse zurück.

Kommentar von Christian | 03.02.2012

Also, mich stört es überhaupt nicht, wenn es verschiedene Lösungen für ein und das selbe Problem gibt. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass sich der eine oder andere Kollege "auf den Schlips getreten" fühlt, wenn eine weitere Lösung mit einem geringfügig anderen Ansatz veröffentlicht wird. Damit hat aber nur derjenige ein Problem, der sich selbst zu wichtig nimmt - und verbaut sich damit die Möglichkeit, zu lernen.